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Frei und fair? Internationaler Agrarhandel im Interesse von Mensch und Umwelt

22. und 23. September 2017, Hofgeismar

Eine Tagung von
AgrarBündnis, Evangelische Akademie Hofgeismar und
Fachstelle Kirche im ländlichen Raum der EKKW

Einladung - Flyer

Ob TTIP oder CETA – internationale Handelsabkommen sind umstritten. Im Zentrum der Kontroversen steht die Frage, wie die internationale Handelspolitik fair, sozial und ökologisch gestaltet werden kann.

Profitieren vom Freihandel nur die globalen Konzerne oder auch die weltweite Ernährungssicherheit? Ist durch die neue US-Regierung eine Renaissance des Protektionismus zu erwarten? Kann der internationale Handel mit Bioprodukten eine sinnvolle Strategie sein?

Sollte es zur politischen Aufgabe von Kommunen gehören, die Vermarktung stadtnaher Produkte zu fördern? Wie kann vermieden werden, dass soziale und ökologische Standards kleine ProduzentInnen benachteiligen? Ist der Faire Handel eine Alternative?

 

Dokumentation

Freitag, 22. September

Freiheit für wen? Eine Kritik des „freien“ Handels
Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forums Umwelt und Entwicklung, Berlin

Agrarhandel zwischen Protektionismus und Liberalisierung
Prof. Dr. Bernhard Brümmer, Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung, Universität Göttingen

Fluch oder Segen? Fleischexporte aus der EU
Susanne Günther, Wir machen Euch satt, Waldeck
Berit Thomsen, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Hamm

Weltmarktorientierung im Biohandel?
Sebastian Mittermaier, Referent für Agrarpolitik, Naturland
Eberhard Prunzel-Ulrich, Regionale Eiweißinitiative Niedersachsen, Landolfshausen

Land als Ware? Auswirkungen eines „freien“ Bodenmarkts
Roman Herre, Agrarhandelsreferent, FIAN Deutschland, Köln
Clemens Gabriel, Öko-Junglandwirte-Netzwerk, Vorstand AgrarBündnis, Marburg

Weder frei noch fair, aber wichtig. Die Funktion(en) des Handels mit Nahrungs-und Futtermitteln im Zeitalter der wirtschaftlichen Globalisierung (1850-2015)
Dr. Peter Moser, Leiter des Archivs für Agrargeschichte, Bern

Samstag, 23. September

Ernährungssouveränität, Agrarökologie und Fairer Handel – Leitbilder für das internationale Agrarsystem!?
Maria Heubuch, Milchbäuerin, Mitglied des europäischen Parlaments, Brüssel


Standards zwischen Marktmacht, Verbraucherschutz und bäuerlichen Interessen
Francisco Mari, Referent für Welternährung und Agrarhandel, Brot für die Welt, Berlin


Local Food Systems – Regionale Wertschöpfungsräume fair organisieren
Stefan Gothe, kommunare GbR – Institut für nachhaltige Regional- und Organisationsentwicklung, Bonn
Ergänzend Artikel aus LandInForm 2/2017:  Regionale Wertschöpfung weiterdenken

Vom Freihandel zum Fairhandel – Die Agenda 2030 als Leitlinie für eine neue Handelspolitik
Sven Hilbig, Referent für Handelspolitik, Brot für die Welt, Berlin

 

 

Gefördert von der Landwirtschaftlichen Rentenbank